Mensch und Tier heilen, ihnen Gesundheit und Wohlbefinden schenken – diese idealistische Vorstellung begleitet
viele junge Menschen auf der Suche nach ihrem Traumberuf. Nicht Wenige zieht es daher auch in die sogenannten Heilberufe. Aber genau an diesem Punkt setzen immer wieder Diskussionen an: Kann das
Wohl von Mensch und Tier wirklich als ganz normaler Beruf im Rahmen einer Ausbildung erlernt werden? Wie viel Vorwissen ist dafür nötig, wie viel Berufung?
Zu den Heilberufen zählt man im engeren Sinn akademische
Heilberufe, also Arzt, Zahnarzt, Tierarzt, Apotheker und Psychotherapeut. Erweitert man den Begriff ein wenig, zählen auch viele psychotherapeutische Berufe zu den Heilberufen. Von den
Heilberufen abzugrenzen sind die Heilhilfsberufe, die heute unter der Bezeichnung Gesundheitsfachberufe bekannt sind. Zu ihnen zählen beispielsweise Rettungssanitäter, Ergotherapeuten,
Krankenpfleger oder Physiotherapeuten. Noch einmal davon abzugrenzen sind Heilpraktiker, die ohne einschlägige Ausbildung praktizieren dürfen.
All die Menschen, die in diesen Berufen arbeiten, haben ihre Fähigkeiten und ihre Arbeitskraft in den Dienst des Heilens und der Gesundheit gestellt. Viele müssen täglich großen physischen und psychischen Belastungen standhalten: Die Arbeitstage sind oft lang und anstrengend und die Arbeit mit verletzten oder kranken Menschen (oder Tieren) belastet auf Dauer stark. Leider entspricht die Entlohnung immer weniger den Anforderungen, die an Arbeitnehmer in Heilberufen gestellt werden – selbst Ärzte klagen über zu geringe Löhne. Eine ordentliche Portion Berufung gehört also offenbar dazu, um in einem Heilberuf seine Erfüllung zu finden.
Weiterlesen:
Arzt,
Berufe-Lexikon:
http://www.berufe-lexikon.de/berufsbild-beruf-arzt-aerztin.htm
Beruf oder Berufung? Umfrage von
pädiatrie hautnah:
http://www.paediatrie-hautnah.de/archiv/2003/08/ph0308_418.pdf
Altenpflege – Heilberuf mit
Zukunft (pdf):
http://de.hartmann.info/images/PflegeDienst_2003_2.pdf